08.04.2015

Ran an den Spaten: Jetzt ist Pflanzzeit

(BdB) Die einen sagen, der FrĂŒhling sei die richtige Pflanzzeit, die anderen sagen, der Herbst sei besser. Die gute Nachricht: Beide haben recht. In den Baumschulen werden heute viele Pflanzen in sogenannten Containern angezogen. Da die Pflanzen in Töpfen wachsen und nicht erst ausgegraben werden mĂŒssen, bringen sie ihr gesamtes Wurzelwerk mit. Solche Containerpflanzen können also im Prinzip zu jeder Zeit gepflanzt werden. Dennoch gelten Herbst und FrĂŒhjahr als die klassischen Jahreszeiten, zu denen BĂ€ume und StrĂ€ucher verpflanzt werden.

Im FrĂŒhling ist viel zu tun

Mit den wĂ€rmeren Tagen stehen ab Ende MĂ€rz wieder typische Gartenarbeiten an. Je nach Witterung wird der Winterschutz entfernt, sommerblĂŒhende StrĂ€ucher werden jetzt noch vor dem Austrieb zurĂŒckgeschnitten, erste UnkrĂ€uter werden gezogen, die Beete gedĂŒngt 
 und vor allem wird gepflanzt! FĂŒr empfindliche Gehölze und Kletterpflanzen gilt der FrĂŒhling sogar als der perfekte Zeitpunkt, denn der Winter kann ihnen nichts mehr anhaben. Sie danken es, wenn sie zum Einwurzeln eine ganze Gartensaison Zeit haben, bevor sie ihren ersten Winter am neuen Standort im Garten erleben. Ein wichtiger Aspekt ist aber nicht zu ĂŒbersehen: Die im FrĂŒhjahr gepflanzten Gehölze und Stauden brauchen mehr Versorgung, vor allem mĂŒssen sie hĂ€ufiger gegossen werden, weil sie am neuen Standort gleich in der Phase des grĂ¶ĂŸten Wasser- und NĂ€hrstoffverbrauchs starten.

Hochsaison auch in Baumschulen

Die gleichen Arbeiten, die Gartenbesitzer im FrĂŒhjahr erledigen, stehen in Baumschulen auch an, dort allerdings in grĂ¶ĂŸerem Umfang. Mit ihren regelmĂ€ĂŸigen Kulturmaßnahmen sorgen die BaumschulgĂ€rtner dafĂŒr, dass gleichmĂ€ĂŸige QualitĂ€ten erzeugt werden und dass die Gehölze bestens fĂŒr die Pflanzung in privaten GĂ€rten vorbereitet sind. Ganze Quartiere, so nennen die BaumschulgĂ€rtner ihre FreilandflĂ€chen, mĂŒssen jetzt im FrĂŒhjahr geschnitten, gestĂ€bt und gedĂŒngt werden. Andere Quartiere werden umgepflanzt, das heißt, die BĂ€ume oder StrĂ€ucher eines Jahrgangs werden alle ausgegraben und in grĂ¶ĂŸerem Abstand auf anderen FlĂ€chen wieder eingepflanzt. Auch in Containerquartieren stehen Umpflanzmaßnahmen an: Mit zunehmender GrĂ¶ĂŸe benötigen die Pflanzen auch mehr Wurzelraum, also grĂ¶ĂŸere Töpfe. Jedes Umpflanzen wird dokumentiert, auf den Etiketten steht zum Beispiel „3 x v“, wenn ein Gehölz drei Mal verpflanzt wurde. Neben den Kulturarbeiten ist im FrĂŒhjahr der Privatverkauf und die Beratung ein wichtiger Aufgabenschwerpunkt in Baumschulen.

Profi-Tipps zur Pflanzung

Containerpflanzen sollten in einem Eimer oder anderen geeigneten GefĂ€ĂŸ solange unter Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Das Pflanzloch wird etwa doppelt so groß wie der Topfballen ausgehoben. Nach der Pflanzung wird die Erde gut angedrĂŒckt, ohne die Wurzeln zu verletzen. Anschließend ist es wichtig, durchdringend zu gießen, um die Wurzeln einzuschlĂ€mmen. Bei grĂ¶ĂŸeren Gehölzen legt der Profi einen sogenannten Gießrand an. Dieser kleine Wall aus Erde rings um die Pflanzstelle sorgt dafĂŒr, dass das Gießwasser wirklich im Wurzelbereich bleibt und nicht zu den Seiten abfließt. Je nach Witterung ist mehrmaliges Gießen angebracht. Bei BĂ€umen und HochstĂ€mmchen sollte zudem ein Pfahl gesetzt werden, an dem der Stamm befestigt wird. Damit wird verhindert, dass die zarten, sich neu bildenden Wurzeln bei Wind gleich wieder abgerissen werden. Tipps zur Gehölzauswahl fĂŒr den Garten und zur richtigen Pflanzung gibt es im Fachhandel. Baumschulen in der NĂ€he und weitere Informationen finden sich unter www.gruen-ist-leben.de.

 

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