Pinneberger Baumschulland

 

Wesentlich für die Entstehung und Entwicklung des „Pinneberger Baumschullandes“ war vor allem also das Fachwissen, das mit dem schottischen Baumschulgärtner James Booth nach Klein  Flottbek kam und über Aus- und Weiterbildung vor allem an kleinere landwirtschaftliche Betriebe weitergegeben wurde. Weitere Faktoren der Entwicklung waren und sind jedoch auch weiterhin:

Günstige Transportwege

Begünstigt wurde die Entwicklung der Baumschulwirtschaft in Schleswig-Holstein besonders durch den Auf- und Ausbau des Schienennetzes. Das neue Transportmittel ermöglichte dem expandierenden Wirtschaftszweig die Markterschließung auch außerhalb des näheren Umkreises. Die Nähe zu Hamburg, dem Hamburger Hafen und der damit verbundenen Infrastruktur ist bis heute ein wesentlicher Vorteil für den Transport lebender Pflanzen. Denn internationale Handelsbeziehungen waren und sind ein wichtiger Bestandteil der Baumschulkultur Schleswig-Holsteins.

Ideale Boden- und Klimaverhältnisse

Die Ursprünge von Schleswig-Holstein als dem Baumschulzentrum Deutschlands liegen vor allem aber auch in seinen idealen Boden- und Klimaverhältnissen. Das Binnenland bietet mit seinen sandig-lockeren Geestböden optimale Bedingungen für die Baumschulen.

Auch das günstige Klima prädestiniert Schleswig-Holstein zur Baumschulen-Region: Hier sind Sommer und Winter gemäßigt, kurze Frostperioden setzen erst spät im Jahr ein. Der späte Frühjahrsbeginn ermöglicht den Baumschulen längere Versandzeiten bis Ende Mai. Schließlich wirken sich auch die relativ hohe Luftfeuchtigkeit und die ergiebigen Niederschläge positiv auf die Baumschullandschaft aus.

Neben diesen Faktoren haben insbesondere die frühe Konzentration auf Kernkompetenzen und die Bildung einer starken grünen Gemeinschaft zum erfolgreichen Aufbau des „Pinneberger Baumschullandes“ beigetragen.